Kugelgrill – Der große Überblick

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Die Herkunft des Kugelgrills

Ein Kugelgrill ist ein Grill mit Deckel, welcher entweder mit Holzkohle oder Propangas befeuert wird und 1965 von „George Stephen“ in Chicago – Amerika erfunden wurde . Und wie der Name schon sagt, sieht dieser kugelförmig aus und erinnert so an eine Art Kessel. Dieser ist mit einer regelbaren Belüftung ausgestattet und auf einen Gestell montiert, welches je nach Bedarf auch oft mit Rädern ausgestattet ist.

Der Aufbau eines Kugelgrills

Im unteren Teil des Kessels befindet sich das Rost für die Kohle und darüber haben wir das Grillrost, auf dem das Bratgut gelegt wird. Wer hingegen ein gasbetriebenes Gerät hat, hat anstatt des Kohlerost eins bis zwei regelbare Gasbrenner verbaut.

Vorteile eines Kugelgrills

Im Gegensatz zu herkömmlichen Grills ist der große Vorteil des Kugelgrills, dass dieser wie bereits erwähnt einen Deckel hat. Dies ermöglicht euch, euer Essen schonend und indirekt zu garen. So wird das Grillgut nicht direkt über der Glut beziehungsweise der Gasflamme gegart, sondern durch die vom Deckel reflektiere Wärmestrahlung. Hinzu kommt die heiße Luft, die sich im geschlossenem Gerät befindet. So ähnelt das Ganze dann dem Garen in einem Umluftofen. Dies eignet sich dann zum Beispiel auch hervorragend für große Fleischstücke oder ganze Geflügelzubereitungen. Durch die variabel einstellbaren Belüftungsöffnungen am Kessel kann man außerdem die Temperatur beliebig steuern. Und wer es etwas rauchiger mag, der fügt nach Belieben ein paar Smoke Chips hinzu.

Ein weiterer, nennenswerter Vorteil ist, dass durch das indirekte Grillen kein Fett mehr auf die glühende Kohle tropft. So kann dieses nicht entzünden und gesundheitsschädliche Dämpfe und Stoffe abgeben. Zudem kann man in der Fettauffangschale etwas Wasser füllen und als Ergebnis bekommt man saftiges und zartes Grillgut.

Nachteile eines Kugelgrills

Leider hat der Kugelgrill natürlich nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Und auch diese sollten nicht unerwähnt bleiben. So ist das Gerät in den meisten Fällen sehr schwer, auch wenn die oft vorhandenen Räder da Abhilfe verschaffen. Durch die erhöhte Größe wird so zudem mehr Stauraum benötigt und die Anschaffungskosten sind ebenfalls höher, als bei einem herkömmlichen Grill. Auch wenn das Preissegment dort sehr weit gefächert ist. Je nach Qualität und Professionalität sowie Größe fangen die günstigsten Varianten bereits bei rund 30 Euro an. Nach Oben hin gibt es wie gewohnt kaum eine Grenze.

Rezepte

Garnelenspieße mit weißen Bohnen für vier Personen

Zutaten:

  • 16 Spieße aus Holz
  • 32 Riesengarnelen mit Schale und ohne Kopf
  • ca. 400 Gramm weiße Bohnen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zitrone
  • Rucola
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 2 Esslöffel Sojasoße
  • 7 Esslöffel Rapsöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Zutaten als Vorbereitung abwiegen und zurecht legen
  • Die Spieße aus Holz in kaltes Wasser legen, um das verbrennen bestmöglich zu vermeiden
  • Die Schale und Gedärme der Riesengarnelen entfernen
  • Knoblauchhaut der Zehe abziehen und und dann in dicke Scheiben schneiden
  • Die Garnelen und die Knoblauchscheiben in eine Schüssel geben
  • Zucker, die Sojasoße sowie 2 Esslöffel vom Rapsöl hinzugeben, das Ganze vermengen und rund 30 Minuten ziehen lassen
  • Bohnen, wenn aus der Dose, in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen
  • Die Zitrone halbieren
  • Ein Hälfte der Zitrone auspressen und mit den Bohnen vermengen
  • 4 Esslöffel Rapsöl hinzugeben und das Ganze mit Salz und Pfeffer würzen
  • Rucolablätter ohne Stiel ein bis zweimal zerschneiden und zum Bohnensalat hinzufügen
  • 4 Riesengarnelen auf jeweils zwei Spieße stecken
  • Kugelgrill anheizen und Spieße von jeder Seite rund zwei Minuten garen
  • Gegarte Spieße mit dem Bohnensalat auf dem Teller anrichten

Guten Appetit

Gans vom Kugelgrill

Zutaten:

  • eine ganze Gans
  • 1-2 Äpfel
  • 2 große Zwiebeln
  • 500 – 600ml Orangensaft
  • 1 Grapefruit
  • 2 – 4 Knoblauchzehen
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 3 – 4 Hände voll Holzchips
  • Aluwanne mit Wasser
  • Kerntemperaturmesser
  • Alufolie

Zubereitung:

  • Die Grapefruit pressen und den gewonnenen Saft mit dem Orangensaft, einer klein geschnitten Zwiebel sowie mit dem klein geschnittenen oder gepressten Knoblauch vermengen und mit Salz abschmecken
  • Davon die Hälfe als Marinade nutzen und die andere Hälfe als Soße beiseite stellen
  • Äpfel klein schneiden und mit einer klein geschnittenen Zwiebel sowie mit Salz und Pfeffer vermischen
  • Die Gans waschen und trocken tupfen
  • Die Gans von außen mit reichlich Salz und Pfeffer einreiben
  • Die Gans von innen mit Salz und Pfeffer bestreuen
  • Die Ganz mit der Brustseite nach Unten in eine Auflaufform legen
  • Die Apfel/Zwiebel-Füllung sowie 150ml der Marinade in die Gans füllen
  • Die Gans mit Zahnstochern zuklemmen oder alternativ gut zunähen
  • Wenn der Grill 120 – 140 Grad erreicht hat, Gans auf den Grill stellen, Aluwanne mit Wasser neben die Kohlen stellen und Deckel schließen
  • Temperatur für die nächsten 4-6h konstant halten
  • Am Anfang und dann je nach Bedarf noch zwei mal die gewässerten Holzchips der Kohle hinzugeben
  • Gans jede halbe Stunde mit der Marinade einpinseln
  • Gans regelmäßig mit dem aufgefangenen Fett aus der Auflaufform einpinseln
  • in den letzten 30 – 60 Minuten Gans auf die Brust legen
  • Zieltemperatur mit dem Kerntemperaturmesser messen, bis an der dicksten Stelle 80 – 83 Grad erreicht sind
  • Gans für mehr Saftigkeit nach Bedarf am Ende 20 Minuten in Alufolie ruhen lassen

Guten Appetit

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