Smoker – Der große Überblick

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Wo kommt der Smoker her?

Der Smoker entwickelte sich in den USA zu dem, was er heute ist. Ein mit Holz- oder kohlebefeuerter Ofen, in welchen man Grillgut im heißen Rauch gart oder räuchert. Anders als beim herkömmlichen Grillen liegt das Fleisch hier nicht direkt über der Glut, sondern in einem gesonderten Teil des Grills. Dadurch werden die Speisen besonders schonend zubereitet. Vor allem ist diese Methode für Fleischstücke mit hohem Fett- und Bindegewebsanteil geeignet. Aber auch für Stücke, die in einem ungünstigen Verhältnis zwischen Fleisch und Knochen stehen.

Was kann ich smoken?

Auf den Smoker könnt ihr unter anderem Fleisch, Geflügel oder Fisch mit Heißluft und im Räucherverfahren zubereiten. Die Temperatur im Garraum beträgt hierbei in den meisten Fällen 90 bis 130 Grad Celsius. In der sogenannten „Side-Fire-Box“ wird das Feuer entfacht und so lange Brennstoff nachgelegt, bis ein ausreichendes Glutbett entstanden ist. Infolgedessen wird der Deckel geschlossen sowie werden die Lüftungsklappen so eingestellt, dass die benötigte und gewünschte Temperatur im Garraum erreicht werden kann. Im dreh alle 30 Minuten wird dann trockenes Holz nachgelegt, im diese beizubehalten.

Der Geschmack, von was ist er abhängig?

Durch die rauchige Abluft des Feuers entsteht dann der typische rauchige Geschmack, den man durch Verwendung und je nach Belieben auch mit Grillbriketts als Brennmaterial minimieren oder mit bestimmten Holzarten nach Geschmack anpassen kann. So variiert der Geschmack ganz nach den Vorlieben und angepasst an die jeweilige Fleischsorte. Obsthölzer sorgen so zum Beispiel für eine süßliche Note und Buchen- oder Eichenholz sind für den kräftigen und würzigen Geschmack zuständig. Auf Nadelholz hingegen sollte man verzichten, da das enthaltene Harz zu viel Rauchentwicklung verursacht und zudem für bittere Geschmacksrückstände sorgt.

Fazit

Somit kann man abschließend sagen, dass der Smoker schon ein edles Gerät ist, mit dem man Fleisch besonders schonend und lecker zubereiten kann. Einzige Nachteile sind die etwas längere Garzeit, die man einplanen muss. Außerdem ist so ein Gerät in den meisten Fällen vom Gewicht her sehr schwer und spärlich sowie natürlich auch kostenintensiv, im Gegensatz zu herkömmlichen Grills.

Rezepte

Schweinebraten

Zutaten:

  • Schweinenacken
  • BBQ-Rub

Zubereitung:

  • Schweinenacken fein mit dem BBQ-Rub überziehen
  • Smoker anheizen und Tem von 130-140 Grad Celsius erreichen und beibehalten
  • Rauch sollte durchsichtig sein, so dass eine saubere Verbrennung statt findet, da das Fleisch sonst bitter schmecken kann
  • Fleisch auflegen
  • alle 20-30 Minuten trockenes Holz nachlegen
  • Kerntemperatur des Schweinebraten von 72 Grad Celsius erreichen
  • Garzeit rund 2 ½ Stunden
  • Braten aus dem Smoker nehmen und 5 Minuten ruhen lassen
  • Fertig und Guten Appetit

Fertig und Guten Appetit

Pulled Pork

Zutaten:

  • 8kg Schweinenacken
  • Sonnenblumenöl
  • 2 Esslöffel Salz
  • 2 Esslöffel Paprikapulver
  • 2 Esslöffel Zwiebelgranulat
  • 2 Esslöffel Knoblauchgranulat
  • 2 Esslöffel Rosmarin
  • 1 Esslöffel Thymian
  • 1 Esslöffel Senfpulver
  • 1 Esslöffel Chilipulver
  • 2 Esslöffel Rohrzucker
  • 2 Esslöffel grober, schwarzer Pfeffer
  • 500ml Barbecue-Sauce
  • 100ml Malzbier

Zubereitung:

  • Schweinenacken mit Sonnenblumenöl einreiben
  • Gewürze und Kräuter für Marinade verrühren
  • Fleisch mit Gewürzen bestreuen
  • Marinade rundherum einmassieren
  • Fleisch mindestens 2 bis 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen (ideal über Nacht)
  • Smoker anheizen
  • 100-110 Grad erreichen
  • Fleisch auf den eingeheizten Smoker legen
  • Fleisch etwa 16 bis 18 Stunden garen lassen
  • je nach Bedarf Räucherchips hinzugeben
  • Kerntemperatur von ungefähr 90 Grad Celsius erreichen
  • Fleisch entnehmen und rund 30 Minuten ruhen lassen
  • Fleisch mit einer Gabel zerrupfen
  • Barbecue-Sauce über das zerkleinerte Fleisch heben
  • Malzbier für eine süße Note über das zerkleinerte Fleisch geben
  • alles gut durchkneten

Fertig und Guten Appetit

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